Kuba-Hilfe
Pate werden
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Ich wurde sehr herzlich aufgenommen

Patin Karin Schnitzer arbeitete eine Woche in der Kita in Havanna

Karin Schnitzer mit Mitarbeiterinnen der Kita in Havanna-Vieja

Karin Schnitzer besuchte ihr Patenkind Alison und erzählt von ihrem Aufenthalt im Projekt:

Besuch beim Patenkind
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eine Zeit in Kuba war zunächst sehr von widersprüchlichen Gefühlen geprägt. Trotzdem ich drei Jahre meines Lebens auf der Insel Mauritius gelebt habe, war ich zwischendurch mit all den kubanischen Eindrücken etwas überfordert. Vor allem der erste Eindruck von Havanna war nicht nur positiv. Es brauchte mehrmaliges genaueres Hinschauen, um die Schönheiten entdecken zu können. Aber dann habe ich mich sehr gut eingefunden. Und mit jeder Stadt wurde es besser – Cienfuegos, Trinidad und am Schluss das wundervolle Naturerlebnis in Viñales.
Auch ist das Spanisch dort, mit dem kubanischen Dialekt, ein anderes, als das, was ich beherrsche. Im Kindergarten Padre Usera der Ordensschwestern Amor de Dios waren es sehr herzliche Tage, und Maruchy, Felicia und Melagro gaben sich alle Mühe, mich in ihre Arbeit zu integrieren. Auch sprachen sie sehr offen über das Leben in Kuba. Ich bewunderte ihr Engagement und ihre Geduld, jeden Tag mit bis zu 38 Kindern auf doch sehr begrenztem Raum zu arbeiten.

Mit der Sozialarbeiterin Marianela Torres besuchte ich dann mein Patenkind Alison und ihre Familie. Da ich vorab nicht wusste, ob mein Patenkind ein Junge oder ein Mädchen sein würde, hatte ich nur einige wenige Geschenke dabei.

Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, und die sehr sympathische Großmutter servierte uns sofort einen kubanischen „café“.
Schockierend sind die Umstände, unter denen die Mutter Sarai mit Alison lebt, auch verglichen mit dem doch guten Zustand der Wohnung der Großmutter. Hier habe ich auch versucht, in Gesprächen mit vielen Kubanern zu verstehen, wie die Wohnungssituation in Havanna funktioniert.

Alison habe ich als sehr aufgewecktes Mädchen erlebt, und ich möchte ihr demnächst gerne ein Päckchen zukommen lassen.
Mit Marianela konnte ich abklären, was zeitnah an Hilfe benötigt wird. Hier geht es in erster Linie wohl darum, eine adäquate Wohnsituation zu schaffen. Ich bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird.

Karin Schnitzer, Stäfa/Schweiz