Kuba-Hilfe
Pate werden
Pate werden
 


Kuba und ich

Eine tiefe Liebe, die mich mit Dankbarkeit und Demut erfüllt


Persönlicher Einsatz machte eine große Spende möglich.


Vor einem Jahr bereiste Martha Schuster Kuba zum ersten Mal. Mit einem Koffer voller Sachspenden und einer Geldspende besuchte sie auf ihrer bereits dritten Reise in den Sommerferien nicht nur das Projekt, sondern lernte auch ihr Patenkind kennen.

K
uba und ich – eine Liebe auf den ersten Blick! Begegnet sind wir uns das erste Mal vor einem knappen Jahr, aber mir war sofort klar, dass es nicht bei einem Strohfeuer bleiben würde. Bei meinem ersten Aufenthalt lag der Schwerpunkt eher auf Tanzen, aber ich wollte trotzdem so viel wie möglich über das Land erfahren, also bin ich in jeder freien Minute durch die Straßen Havannas gelaufen und habe mich mit vielen Menschen aller Art unterhalten. Ihr Tenor war einstimmig: „Wir sind zwar sehr arm, aber dank Musik und Tanz sind wir trotzdem glücklich.“ Trotz offensichtlicher Armut lag eine positive Stimmung in der Luft. Das hat mich sehr beeindruckt. Von diesen Menschen konnte ich noch viel lernen!

Einige Wochen später saß ich schon wieder im Flugzeug nach Kuba. Diesmal habe ich mich bewusst in ein Umfeld begeben, in dem ich mehr in die Tiefe gehen, mehr über das alltägliche Leben erfahren konnte. Die positive Lebenseinstellung der Menschen und ihre unglaubliche Kreativität, mit der sie ihr Leben meistern hat mich weiterhin fasziniert, aber ich habe auch hinter den Vorhang gesehen, die schreckliche Armut hinter den wunderbaren Häuser-Fassaden. Da ich mich schon immer in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich eingebracht und Kinder mit Sach- und Geldspenden unterstützt habe, war klar, dass ich in Zukunft meine Unterstützung auf Kuba konzentrieren werde. Dieses Land hat mich so sehr bereichert, da wollte ich unbedingt etwas zurückgeben.

Zurück in Deutschland habe ich nach einer Organisation gegoogelt, die sich für die benachteiligten Kinder in Kuba einsetzt. So bin ich auf die Stiftung „Bernhard-Adolph/Kuba-Hilfe“ gestoßen. Unsere Ziele decken sich, aber vor allem hat mich sehr angesprochen, dass man die Möglichkeit hat, direkten Kontakt zu seinem Patenkind zu haben, bzw. persönlich überprüfen kann, wie die Spenden/Beiträge eingesetzt werden. Genau das, was ich gesucht hatte. Also habe ich das Geld, das ich an meiner Schule durch den Verkauf von Weihnachtskarten und das Verteilen von Spardosen in einigen Klassen gesammelt hatte, an die Stiftung überwiesen und sofort ein Patenkind „adoptiert.“

In den Sommerferien bin ich ein drittes Mal nach Kuba geflogen. Diesmal war mein Koffer aber voller Spielzeug, Malbücher, Stifte, Kuscheltiere sowie einem Scheck über 500 Euro (symbolisch für das überwiesene Geld). All das konnte ich Frau Marianela Torres und Schwester Antonia bei meinem Besuch im Kindergarten übergeben. Anschließend durfte ich mein Patenkind besuchen und mich davon überzeugen, dass sie meine Unterstützung mehr als nötig hat. Sie ist erst zwei Jahre alt, wurde von ihrer Mutter verlassen und teilt sich mit ihrer Oma, Papa und Onkel eine Zweizimmerwohnung in einem baufälligen Haus. Leider wurde ein zweites Treffen durch „Irma“ verhindert, aber ich freue mich jetzt schon darauf sie wieder zu sehen und vor allem ihr beim Großwerden zu zuschauen.

Kuba und ich – eine tiefe Liebe, die mich mit Dankbarkeit und Demut erfüllt und mich inspiriert und motiviert, mein Engagement weiter auszubauen. Ich habe schon weitere Projekte zum Spenden sammeln in Angriff genommen.