Kuba-Hilfe
Pate werden
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Ein unbeschreibliches Erlebnis

Astrid Werth zu Besuch bei ihrem Patenkind

Astrid Werth mit Ihrer „Patenfamilie“Patenkind Paula Ester in der Kita in Havanna


Weil Sie gerne Hilfsprojekte in Kuba unterstützen wollte, stieß Astrid Werth Ende 2017 auf die Webseite der Bernhard Adolph-Stiftung / Kuba-Hilfe. Im Februar 2018 konnte sie bei einer Rundreise dann schon ihr Patenkind besuchen.

M
eine Kuba-Reise vom 09. bis 24. Februar 2018 war ein unbeschreibliches Erlebnis, besonders wegen des Besuchs bei meinem Patenkind Paula Ester und deren Familie.

Ich hatte mich über den Seniorenverein Eckernförde zu einer Kubarundreise mit umfangreichem Programm angemeldet. Wir waren insgesamt 22 Teilnehmer und damit eine kleine und nette Runde. Beim Vorbereitungstreffen zu dieser Reise, hatte ich von der Bernhard Adolph-Stiftung / Kuba-Hilfe berichtet und bin dabei auf große Begeisterung gestoßen, so dass fast alle bei Antritt unserer Reise, Baby- oder Kleinkindersachen und Hygieneartikel mit im Reisegepäck hatten.

In Kuba dann angekommen, klinkte ich mich mit meiner Freundin Antje während einer Stadtrundfahrt durch Havanna aus dem Tages-Programm aus, um zum zuvor vereinbarten Treffpunkt am Hotel Ambos Mundos zu gehen. Dort trafen wir „meine Paten-Familie“ und die zuständigen Sozialarbeiterinnen. Dank der vorher zugeschickten Fotos erkannten wir uns sofort und es war gleich eine tiefe Herzlichkeit zu spüren. Da ich ein wenig spanisch spreche, funktionierte es auch ganz gut mit der Verständigung. Ich wurde zur Familie nach Hause eingeladen. Das Zuhause meiner Patenfamilie ist ein nahezu einsturzgefährdetes Haus direkt am Hafen in der Altstadt. Die Stufen im Treppenhaus sind ausgetreten und teilweise fehlt das Geländer. Hier leben sie zu viert auf knapp 20 qm, ohne fließend Wasser. Trotzdem wurde für mich, meine Freundin und die 2 Sozialarbeiterinnen Kaffee gekocht. Gastfreundschaft wird in Kuba großgeschrieben.

Wir durften auch „nach oben“ ins Schlafzimmer (eine klitzekleine Wendeltreppe auf eine Empore) wo das Etagenbett für die Kinder und das 120er Bett für die Eltern standen. Wahnsinn, wenn ich an unsere Wohnungen hier in Deutschland denke.

Wir haben uns mit Händen und Füßen unterhalten, Gastgeschenke ausgepackt und viel gelacht. Diese Herzlichkeit und Fröhlichkeit, die ich auf der ganzen Rundreise empfunden habe, waren einfach überwältigend.

Viele Menschen in Kuba leben in Armut, sind aber zufrieden und glücklich und sehr erfinderisch was Reparaturen angeht. Jeder hilft jedem.

Leider konnten wir vom Kindergarten nur den Hof sehen, da es ein Sonntag war und er offiziell geschlossen war. Aber der sah wunderschön sauber und kuschelig aus. Wir sollten sogar zum Abendessen bleiben, aber leider mussten wir wieder zu unserer Reisegruppe zurück.

Ich kann nur jedem Kuba empfehlen. Ideal auch für Selbstfahrer, Radfahrer oder Wanderer. Es ist kaum Verkehr auf den Straßen, auf der Autobahn fahren Ochsenkarren, in jedem Dorf gibt es günstige, sehr schöne Privatquartiere und überall trifft man auf herzliche Menschen. Und da es kaum Internet gibt, kann man wunderbar entschleunigen. Leider bleiben ja viel zu viele Touristen ausschließlich in ihren all inklusive Hotels. Wir dagegen haben auf dieser Rundreise sehr viel über Land und Leute erfahren und waren begeistert wie schnell alles wieder nach dem Hurrikan aufgeräumt war.

Und ich bin mir sicher - ich komme wieder!!!!! Und ich freue mich darauf vielleicht auch mal mit meiner kleinen Enkeltochter nach Havanna zu fliegen.

Astrid Werth aus Groß Wittensee