Kuba-Hilfe
Pate werden
Pate werden
 


Patin Justine Solér aus Liechtenstein

Es war ein schönes Gefühl, als die Kinder auf mich zu gerannt kamen.

Seit acht Jahren unterstützt Justine Solér ihr Patenkind Edisney und seine Familie und beteiligt sich auf ihren Reisen aktiv an der Projektarbeit vor Ort. (Siehe auch Projektzeitung: I-2009)


Schon bei ihrem ersten Besuch half Justine Solér im Kindergarten mit.
V
or über acht Jahren habe ich mich dazu entschieden, eine Patenschaft in Kuba zu übernehmen. Einerseits weil ich schon immer gerne anderen helfe, anderseits weil ich von Kubas Geschichte und Kultur fasziniert war und es auch heute immer noch bin. Im Jahr 2009, nach zwei Jahren Patenschaft und vielen Briefen schreiben, hatte ich dann endlich die Möglichkeit für zwei Wochen nach Kuba zu reisen. Ordensschwester Remedios und Kenia Dominguez (Leiterin der Kita) bereiteten mir bereits am Flughafen einen herzlichen Empfang. Während meines Aufenthaltes unterstützte ich die Mitarbeiterinnen in der Kindertagesstätte, wohnte in einem Casa Particular (Privatpension) nur fünf Minuten Gehweg von der Kita entfernt und konnte während der freien Zeit Ausflüge mit Kenia unternehmen. Der Höhepunkt dieser Reise war aber natürlich das Kennenlernen meiner Patenfamilie; Nayeris, die Mutter, mit ihren vier Kindern. Gleich war mir klar, dass ich nicht nur ein Patenkind habe, sondern eine ganze Patenfamilie. Der Zustand ihrer Wohnung schockierte mich regelrecht und ich war froh, dass meine Geschenke ein bisschen Abwechslung hineingebracht haben. Ein gemeinsamer Ausflug ins nationale Aquarium in Havanna galt als krönender Abschluss für uns alle.

Ganze fünf Jahre musste ich auf meinen nächste Reise warten, aber dann war für mich klar, dass ich meine Patenfamilie wieder besuchen musste. Also buchte ich meinen Flug und verbrachte wieder ein paar Tage in Párraga. Ein neues Casa, neue Kinder, Mitarbeiterinnen und Schwestern, doch die wertvollsten Damen waren wie immer tatkräftig im Projekt am Arbeiten: Katia Dominguez (Sozialarbeiterin) und Kenia Dominguez. Die beiden sind mit Herz und Seele dabei.
Die Tage in der Kindertagesstätte vergingen wie im Fluge und auch durfte ich Katia auf ihren Hausbesuchen der Patenfamilien begleiten. Die Geschichten der Familien und deren Entwicklung durch das Projekt beeindruckten mich. Endlich war es dann soweit und ich besuchte meine Patenfamilie in ihrem Zuhause ein zweites Mal. Es war ein schönes Gefühl, als die Kinder auf mich zu gerannt kamen. Mit Freude stellte ich fest, dass sich ihre Wohnung schon sehr verbessert hat und wie gross die Kinder bereits geworden sind.
Am nächsten Tag fuhren wir dann alle gemeinsam mit Katia, die alles sehr gut für meinen Besuch organisiert hat, an den Strand von Havanna. Dort erlebten wir einen wunderschönen Tag zusammen; auch wenn das Wasser im April für meine kubanische Familie noch zu kalt war.
Als Abschluss meiner zweiten Kubareise wurde ich von Katia und Ihrem Mann Olexeider auf die Projekt-Finca eingeladen, wo wir einen gemütlichen Abend verbrachten.




Mit dem alten Taxi ging es gemeinsam zur Zoológico National.
Bis zu meinen dritten Besuch dauerte es nicht mehr so lange; nur ein Jahr später, im Juli 2015, begleitete mich mein Lebenspartner zum ersten Mal nach Kuba. Neben unseren Reisen durch das Land besuchten wir auch meine Patenfamilie wieder zu Hause und durften anschließend über die Fortschritte auf der Finca staunen. Kenia, Katia und Olexeider betreuten uns bei den Besuchen und bereiteten uns einen schönen Empfang. Am Tag darauf, packten wir dann die ganze Patenfamilie, Katia und uns in ein Taxi und besuchten zusammen den nationalen Zoo von Kuba. Viele Tiere, eine Safari und etliche Spiele für die Kinder bereicherten unseren gemeinsamen Tag. Es fiel mir wie immer sehr schwer, mich wieder zu verabschieden. Durch den regen Kontakt sowie den Besuchen wuchsen mir alle sehr ans Herz und gehören bereits zu meiner Familie. Umso mehr freue mich darüber, dass sich mein Lebenspartner nun auch für eine Patenschaft angemeldet hat. Unser nächster Besuch wird dann also noch umfangreicher!


Justine Solér, Vaduz, Liechtenstein





Patin und Patenfamilie besuchten gemeinsam den Strand.

Edisney und seine Schwester freuen sich
über die Besuche ihrer Patin.